23 Okt

EU plant weitere Beschränkungen für Verarbeitung und Handel mit Elfenbein

Die Europäische Union versucht den Handel mit Elfenbein weiter einzuschränken, verschiedene Organisationen wollen den Handel komplett verbieten. Inwiefern es weiterhin Ausnahmen geben wird, ob diese sich nur auf Antiquitäten beziehen und ob sich die Auflagen noch stärker verschärfen, ist nicht klar.

Vor einigen Monaten hatte der Deutsche Elfenbeinverband mehrfachen Briefwechsel mit dem Staatssekretär Jochen Flasbarth, Umweltministerium Berlin und seine Antworten waren nicht sonderlich mutmachend.
Er schrieb unter anderem, dass eventuell die Verarbeitung nicht verboten würde, er sich aber für ein Verbot des Handels mit Rohelfenbein und Halbfertigprodukten stark mache – was letztendlich einem verbotsgleichen Verarbeitungshemmnis entspräche.
Begründung für das geforderte Verbot seien der Schutz der Elefanten und der Aufgriff von illegalem Material. Nun kennen wir den Pressebericht und die zugehörigen Fotos und haben zu diesem kriminellen Vorgang die Meinung, dass das überhaupt nichts mit dem traditionellen Handel und der Verarbeitung in Deutschland zu tun hat. Weiterhin haben wir ausreichend zertifizierte Altbestände, es besteht weder Bedarf, noch Nachfrage an neuem Material.

Der Deutsche Elfenbeinverband ist weiterhin in Kontakt mit der Naturschutzbehörde.
Momentan wird auf EU-Ebene eine Umfrage durchgeführt, bei der sowohl Umweltschutzorganisationen als auch Elfenbeinverarbeiter angehört werden sollen. Wir sind der Meinung, dass diese Befragung ein möglichst breites Meinungsbild ergeben sollte und deshalb auch zum Beispiel Betriebe, die nur in geringem Umfang mit Elfenbein zu tun haben, aber auch Sammler, Forscher, Historiker und weitere ihren Standpunkt darlegen sollten. Vielleicht möchten Sie ebenfalls an der Umfrage teilnehmen?
Potentielle Teilnehmer müssen sich über die Seite der EU anmelden, um an der Umfrage teilnehmen zu können. Dies sollte zeitnah geschehen, da die Antworten in mehrere Sprachen übersetzt werden müssen.
Sie können sich auch an Herrn Bücking vom Deutschen Elfenbeinverband wenden. Bitte informieren Sie auch andere, die mit Elfenbein arbeiten oder sammeln, oder deren Interesse es ist, ein jahrtausende altes Kunsthandwerk zu erhalten.

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung.

23 Okt

Öffentliche Online-Konsultation – Umfrage der Europäischen Union zur geplanten weiteren Handelsbeschränkung für Elfenbein

Der der Handel mit Elfenbein innerhalb der Europäischen Union sowie die (Wieder-)Ausfuhr von Elfenbein aus der Europäischen Union unterliegt strengen Vorschriften. Es werden jedoch weiterhin in hohem Umfang Elefanten gewildert und illegal mit Elfenbein gehandelt.
Die Europäische Union möchte dem Einhalt gebieten, sofern möglich. Daher beraten die Mitgliedstaaten der Europäischen Union zusammen mit der Europäischen Kommission insbesondere darüber, ob weitere Beschränkungen des Handels mit Elfenbein innerhalb der Europäischen Union sowie aus der Europäischen Union heraus geboten wären. Im Zuge dieser Beratungen führt die Europäische Kommission derzeit (und noch bis zum 8.12.) eine öffentliche (online-)Konsultation durch, bei der Stakeholder (Personen und Organisationen, die mit Elfenbeinhandel und/oder Elefantenschutz zu tun haben), die Möglichkeit haben, Informationen zu liefern und Meinungen zu äußern zu Umfang, Struktur und wesentlichen Merkmalen des legalen und illegalen Elfenbeinhandels mit Bezug zur Europäischen Union sowie zu den Prioritäten, die die Europäische Union bei ihrem Vorgehen gegen den illegalen Handel mit Elfenbein setzen sollte:

https://ec.europa.eu/info/consultations/public-consultation-ivory-trade-eu_en

Die entsprechenden Internetseiten der Europäischen Kommission wurden nun auch ins Deutsche übersetzt:

https://ec.europa.eu/info/consultations/public-consultation-ivory-trade-eu_de

Es wäre hilfreich, wenn möglichst viele Stakeholder an dieser Konsultation teilnehmen und den Online-Fragebogen ausfüllen würden.